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Technologie

Gehackt, ohne es zu wissen: Infostealer als Mittelstandsthema

Zugangsdaten aus Unternehmen kursieren in Leak-Sammlungen, lange bevor jemand etwas bemerkt. Wir prüfen systematisch, ob Firmen in unserer Region betroffen sind.

Branche
branchenübergreifend
Leistungen
Data Platform, Security
Stack
Automatisierte Prüfung in Batches, Ergebnisprotokoll

Infostealer sind Schadsoftware, die auf einem Rechner Passwörter, gespeicherte Anmeldedaten und Sitzungen ausliest und an Dritte schickt. Das Gerät läuft weiter, niemand sieht eine Meldung. Die erbeuteten Daten landen später in Sammlungen, die im Netz gehandelt werden. Das Unternehmen erfährt davon oft nie, und in der Presse taucht es auch nicht auf.

Warum das den Mittelstand betrifft

Der Weg auf den Rechner ist unspektakulär: ein gefälschter Download, ein Werkzeug aus unsicherer Quelle, ein Anhang, der wie eine Rechnung aussieht. Oft trifft es ein privat mitgenutztes Gerät, auf dem auch geschäftliche Zugänge im Browser gespeichert sind. Besonders heikel sind Sitzungs-Cookies: Wer sie besitzt, kann eine bestehende Anmeldung übernehmen, ohne Passwort und teils ohne zweiten Faktor. Der Angriff zielt nicht auf ein bestimmtes Unternehmen. Er nimmt mit, was er findet.

Was wir prüfen

Wir wollen wissen, welche Firmen in unserer Region betroffen sind, ohne es zu ahnen. Dafür prüfen wir automatisiert und in Batches, ob Zugangsdaten mit Firmen-Domains in solchen Datensätzen auftauchen. Jedes Ergebnis wird festgehalten, ob gefunden oder nicht. So wird aus einem Bauchgefühl eine belastbare Übersicht. Im Fall eines Treffers informieren wir das betroffene Unternehmen persönlich.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Wenn Sie nicht sicher wissen, ob Zugangsdaten Ihres Unternehmens im Umlauf sind, zeigen wir Ihnen im Erstgespräch, wie eine solche Prüfung abläuft.

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Was im Verdachtsfall hilft

100 % Sicherheit gibt es nicht. Entscheidend ist, schnell handlungsfähig zu sein: betroffene Passwörter ändern, aktive Sitzungen beenden, Mehr-Faktor-Anmeldung einschalten und das Endgerät prüfen lassen. Die Reihenfolge zählt: Ein neues Passwort hilft wenig, solange eine gestohlene Sitzung noch gültig ist. Wer diese Schritte vorbereitet hat, verliert im Ernstfall keine Zeit.

Drei Dinge, die Sie mitnehmen können

  1. Kein Alarm heißt nicht kein Vorfall. Infostealer arbeiten unsichtbar, und die Datenlage zeigt sich erst bei der Prüfung.
  2. Regional prüfen, persönlich informieren. Eine systematische Prüfung macht aus einzelnen Hinweisen eine klare Handlungsgrundlage.
  3. Vorbereitung schlägt Perfektion. Wer seine Reaktionsschritte kennt, begrenzt den Schaden und bleibt handlungsfähig.
Sascha Lübow-Westendorf

Partner & Gründer bei Pentalink. Berater für Data Architecture, Digital Finance und datenbasierte Unternehmenssteuerung.

Wissen Sie, ob Ihre Zugangsdaten im Umlauf sind?

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