Wir haben für die US-Präsidentschaftswahl 2020 ein interaktives Dashboard auf Tableau Public erstellt. Das Ziel war nicht die Nachrichtenmeldung — die Ergebnisse waren bekannt — sondern die Exploration: Was zeigen die Daten wirklich, wenn man tiefer schaut? Wie verteilen sich die Stimmen auf Bundesstaatenebene? Welche Swing States hätten das Ergebnis kippen können, und um wie viel?
Auf Staatsebene denken
Das amerikanische Wahlsystem ist kein Volksvotum, sondern ein föderales System mit Wahlmännerkollegium. Das macht die Visualisierung interessanter — und komplizierter. Jeder Staat hat sein eigenes Gewicht im Electoral College. Wer nur auf die Gesamtstimmen schaut, versteht das Ergebnis nicht. Das Dashboard macht diesen Mechanismus sichtbar: Es zeigt nicht nur, wer gewonnen hat, sondern welche Staaten das Zünglein an der Waage waren — und was ein Swing von wenigen tausend Stimmen in Pennsylvania oder Georgia bedeutet hätte.
Erkennen Sie das?
Wenn Sie Ihre eigenen Daten zugänglich machen wollen, statt sie in Berichten zu erklären, schauen wir im kostenlosen Erstgespräch, wie das aussehen kann.
Simulation alternativer Ausgänge
Der interessanteste Teil des Dashboards ist die Simulationsebene. Nutzer können einzelne Bundesstaaten interaktiv umschwingen und sehen in Echtzeit, wie sich das auf die Electoral-College-Verteilung auswirkt. Es ist eine einfache Übung — aber sie macht eines klar: Wahlen werden nicht im Durchschnitt gewonnen, sondern in wenigen Schlüsselstaaten. Dieses Prinzip gilt für viel mehr als Politik: Auch in Unternehmenssteuerung entscheiden oft wenige kritische Variablen über das Gesamtergebnis.
Das Dashboard funktioniert am besten auf einem großen Bildschirm — die Karte der USA braucht Platz, um zu wirken. Es ist ein Beispiel dafür, was Tableau in der Hand eines erfahrenen Analysts leisten kann: nicht nur Daten anzeigen, sondern Verständnis erzeugen.
Gute Visualisierungen erklären nicht nur, was passiert ist — sie machen erfahrbar, warum es so passiert ist und was anders hätte kommen können.