Unser Kunde, ein Holding-Unternehmen mit vier operativen Divisionen, erwirtschaftete einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro und beschäftigte pro Division rund 150 Mitarbeiter. Jede Division hatte im Laufe der Jahre ihr eigenes ERP-System aufgebaut — SAP hier, Microsoft Dynamics dort, ergänzt durch eigenentwickelte Lösungen und zahllose Excel-Tabellen. Das Ergebnis: ein schwer durchdringbares Dickicht aus Dateninseln, das konsolidierte Berichte auf Holding-Ebene nahezu unmöglich machte.
Das Problem der Datenhortung
Das Kernproblem war nicht technischer, sondern struktureller Natur: Wissen wurde gehortet. Nicht aus böser Absicht, sondern weil über Jahre hinweg keine gemeinsame Dateninfrastruktur aufgebaut worden war. Jedes System sprach seine eigene Sprache, jede Division ihr eigenes Controlling-Vokabular. Ein CFO, der eine divisions-übergreifende Marge sehen wollte, musste wochenlang auf manuelle Auswertungen warten — oder sie selbst zusammenbauen.
Erkennen Sie das?
Wenn Ihre Daten in einem Altsystem feststecken und jeder Auswertung ein Export vorausgeht, schauen wir im kostenlosen Erstgespräch, wie sich der Zugang öffnen lässt.
Der Einstieg: Tableau als gemeinsame Visualisierungsschicht
Als ersten Schritt führten wir Tableau als einheitliche BI-Schicht ein. Die Idee war nicht, alle Systeme sofort zu ersetzen, sondern sie lesbar zu machen. Tableau fungierte als Dolmetscher zwischen den verschiedenen ERP-Welten und gab dem Management erstmals ein einheitliches Dashboard, das Umsatz, Marge und Ressourceneinsatz divisions-übergreifend abbildete — aktuell, ohne manuelle Zwischenschritte.
Java Connector: Die technische Brücke
Die eigentliche Herausforderung lag in der Datenbeschaffung. Die Legacy-ERP-Systeme boten keine modernen API-Schnittstellen. Wir entwickelten einen Java-basierten Connector, der direkt auf die Datenbanken der verschiedenen Systeme zugriff, die Rohdaten extrahierte, transformierte und in ein zentrales Snowflake Data Warehouse lud. Von dort speiste Tableau seine Dashboards in Echtzeit.
Das Ergebnis sprach für sich: Das ERP wurde angebunden, historische Daten migriert und die bis dahin isolierte Zeiterfassung in den zentralen Datenstrom integriert. Was vorher Wochen dauerte, war nun ein automatisierter Tagesabschluss — und der CFO konnte endlich auf Knopfdruck sehen, was in seinem Unternehmen wirklich passierte.
Wissen, das in Systemen eingesperrt ist, ist kein Wissen — es ist Ballast. Der erste Schritt zur datengetriebenen Steuerung ist, es zu befreien.